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Trickbetrug an der Haustür

Handwerker
Trickbetrug an der Haustür
Präventionstipps für Bürgerinnen und Bürger

Trickdiebe und -betrüger nutzen die Arglosigkeit vor allem älterer Menschen gerne aus und bestehlen oder betrügen sie in ihren eigenen Wohnungen.

Erstes Ziel der Täter ist: Sie wollen eingelassen werden, damit sie mit dem Opfer allein sind. Dann brauchen sie keine Zeugen und keine Hilfe für das Opfer zu befürchten. Mit Ablenkungsmanövern gelingt es ihnen sogar in Anwesenheit des Opfers, dessen Wohnung zu durchstöbern.

Den Zugang zu den Wohnungen und die Hilfe ihrer Opfer erschleichen sie sich beispielsweise so:

Falsche Handwerker-Trick:

Die Täter geben vor, beauftragte Handwerker von Versorgungsbetrieben, der Stadt, der Hausverwaltung oder eines Bauunternehmens zu sein.

Papier- und- Bleistift- Trick:

Die Täterinnen oder Täter geben vor, dass sie für einen Nachbarn, den sie angeblich nicht angetroffen haben, eine Nachricht hinterlassen wollen. Sie fragen nach Schreibzeug und Papier und drängen darauf, in der Wohnung schreiben zu dürfen. Oder sie bitten das Opfer, die Nachricht für sie zu schreiben.

Blumen- oder Geschenkabgabe-Trick:

Die Täterinnen oder Täter wollen für einen angeblich abwesenden Nachbarn Blumen oder ein Geschenk abgeben und drängen darauf, die Blumen zu versorgen, das Geschenk zu verwahren oder eine Nachricht zu schreiben.

Andere Beispiele für vorgetäuschte Notlagen:

  • Die Täterinnen oder Täter bitten, das Telefon oder die Toilette benutzen oder ein Baby wickeln oder füttern zu dürfen.
  • Sie behaupten, eine Panne, einen Unfall oder eine Erkrankung zu haben etc.

So schützen Sie sich gegen Trickbetrug und Trickdiebstahl:

  • Sehen Sie sich Besucher vor dem Öffnen der Tür an (Türspion, Blick aus dem Fenster). Wenn Sie die Möglichkeit dazu haben, nutzen Sie die Türsprechanlage.
  • Öffnen Sie die Haus- oder Wohnungstür nicht, wenn Unbekannte geklingelt haben.
  • Bieten Sie bei einer angeblichen Notlage an, selbst Hilfe anzufordern oder das Gewünschte (Schreibzeug, Wasser) holen zu gehen. Lassen Sie dabei die Haus-/Wohnungstür geschlossen.
  • Nehmen Sie nichts für Nachbarn ohne deren Ankündigung oder Auftrag entgegen.
  • Ziehen Sie bei unbekannten Besuchern Angehörige oder Nachbarn hinzu oder bestellen Sie sie zu einem späteren Termin, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.
  • Wehren Sie sich gegen zudringliche Personen energisch (machen Sie laut auf sich aufmerksam, um Hilfe zu erhalten, zeigen Sie abweisende Gestik und Mimik).

Wenden Sie sich an die Polizei, wenn Sie befürchten, Opfer einer Straftat zu werden:
Notruf 110