Polizeinotruf in dringenden Fällen: 110

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Sicher unterwegs mit WayGuard

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Sicher unterwegs mit WayGuard
Gemeinsam mit dem AXA Konzern hat die Polizei Köln im Jahre 2016 die Begleit-App WayGuard entwickelt, die es Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, sich mit Hilfe einer Geo-Lokalisierung virtuell auf dem Nachhauseweg begleiten zu lassen und in Gefahrensituationen einen Notruf auszulösen.

Frauen, die alleine unterwegs sind, haben häufig ein starkes Gefühl von Verunsicherung und Angst vor Übergriffen durch männliche Täter. Umfragen belegen, dass sich über 60 % der befragten Frauen unsicher fühlen, wenn sie ihren nächtlichen Heimweg antreten.

Gemeinsam mit dem AXA Konzern hat die Polizei Köln im Jahre 2016 die Begleit-App WayGuard entwickelt, die es Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, sich mit Hilfe einer Geo-Lokalisierung virtuell auf dem Nachhauseweg begleiten zu lassen und in Gefahrensituationen einen Notruf auszulösen. Kernzielgruppe waren zunächst Frauen zwischen 16 und 30 Jahren.

Nach einer erfolgreichen Testphase mit 4 500 Kölner Studentinnen ist die App seit Ende 2016 kostenlos für alle iOS und Android Geräte zum Download verfügbar.

WayGuard kann zu Beginn des Heimweges von der Nutzerin über einen Button aktiviert werden und übermittelt die genaue Position der Nutzerin verschlüsselt in Echtzeit an eine Leitstelle der Firma Bosch, die eine Begleitoption bietet und im Ernstfall den Notruf an eine Polizeileitstelle weiterleitet.

Die App bietet auch die Möglichkeit, sich mit einem privaten Begleiter aus dem Freundes- oder Familienkreis verbinden zu lassen. Während des Telefonates kann dieser stets den genauen Standort mitverfolgen und wird benachrichtigt, wenn die Gesprächspartnerin am Ziel angekommen ist.

Darüber hinaus stellt die App den Nutzerinnen und Nutzern kriminalpolizeiliche Verhaltenstipps zur Verfügung.

Die bislang gemachten Erfahrungen sind positiv. So haben bereits bis Ende 2016 über 23 700 Begleitungen stattgefunden, dabei wurden 57 Heimwegtelefonate geführt und 90 Notrufe an die Serviceleitstelle abgesetzt. Davon erfolgten 6 Notrufweiterleitungen an Polizeileitstellen.

Mittlerweile wird die App nicht nur von Frauen genutzt, sondern auch Eltern können den Standort ihrer Kinder nachvollziehen, wenn diese beispielsweise nachmittags nach dem Fußballtraining den Heimweg antreten.